Spanien

Pyrinäen
Das Königreich Spanien ist ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat in Form einer parlamentarischen Erbmonarchie mit der zentral gelegenen Hauptstadt Madrid; seit Januar 1986 gehört das Land zur Europäischen Union, im Jahr 2002 wurde die alte Landeswährung „Peseten“ durch den „Euro“ als offizielles Zahlungsmittel ersetzt. Mit einer Fläche von ca. 505.000 km² nimmt Spanien 85 % der Iberischen Halbinsel im Südwesten Europas ein; die rund 46 Millionen Einwohner sprechen überwiegend kastilisches Spanisch, in autonomen Gebieten gelten auch die Sprachformen Aranesisch, Baskisch, Galicisch und Katalanisch als zweite Amtssprache.


Der Wahlspruch der Spanier lautet „Plus Ultra“ (= „Darüber hinaus“), die Nationalhymne „Marcha Real“ hat keinen offiziellen Text. Zu dem spanischen Staatsgebiet gehören neben Festlandspanien auch die Inselgruppen der Balearen (Mittelmeer) und der Kanaren (Atlantik) sowie die Städte Ceuta und Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste in Marokko.


Die hohen Bergketten der Pyrenäen trennen Spanien im Nordosten von dem restlichen europäischen Kontinent, als Halbinsel weist das Land naturgemäß eine lange Küstenlinie mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften auf. Die Gebirgszüge an der Atlantikküste im Norden und Nordwesten sind unzugänglich und fallen steil zum Meer und den wenigen Stränden hin ab; durch das milde atlantische Klima existiert eine reichhaltige Vegetation, die zu der Bezeichnung „Costa Verde“ (= Grüne Küste) geführt hat.

Torremolinos
Estepona
Die weitläufigen Sand- und Kiesstrände an der gesamten Mittelmeerküste im Südosten sind ideal zum Baden und für Wassersport, das mediterrane Klima bringt warme (Costa Brava) bis sehr heiße Sommer (Costa del Sol). Das Landesinnere Spaniens mit überwiegend Kontinentalklima wird bestimmt durch weite, trockene Hochebenen, die von langen Gebirgsketten getrennt werden (Betische Kordilleren, Kantabrisches und Iberisches Gebirge); neben der Schweiz und Österreich zählt Spanien deshalb zu den gebirgigsten Ländern Europas. Der höchste spanische Berg ist der Pico del Teide (3.718 m ü NN) auf Teneriffa (Kanarische Inseln), für das Festland ist dies der Mulhacén (3.482 m üNN) in der Sierra Nevada (Andalusien).

Die älteste Sehenswürdigkeit von Spanien liegt unter der Erde, es sind über 150 steinzeitliche Wandmalereien in der Grotte von Altamira; einen Besuch wert ist auch die Kathedrale „Sagrada Familia“ in Barcelona. Aus der Epoche der maurischen Besetzung stammt eine Vielzahl bekannter Gebäude, u.a. der Königspalast in Madrid aus dem Jahr 852; sehenswerte Bauten gibt es auch in Córdoba (Moschee), Sevilla (Palast Alcázar, Kathedrale) und Málaga (Palast Alcabaza). Das berühmteste maurische Bauwerk ist die Alhambra in Granada; der Gesamtkomplex (Festung, Paläste, Gärten) zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine der Sehenswürdigkeiten in Spanien.